Verdammt lang her

März 10, 2010

…war nämlich mein letzter Galopp. Also, der Galopp, den man auch als einen solchen bezeichnen konnte.

Nicht das Pferd diesbezüglich das Problem wäre.

(ist jemals das Pferd, insbes. mein Pferd, das Problem ? Ich habe da noch nix feststellen können. Bislang war immer nur ich schuld, leider. *lacht*)

Nö.

C`est moi.

Mir ist die unglückliche Angewohnheit zu eigen, bei Sachen, die potentiell gefährlich sind oder bei denen man sich auch nur einbilden kann, das sie gefährlich sind bzw. werden könnten, in eine Karnickel-vor-der-Schlange-Angststarre zu verfallen. Das ist nichts, worauf ich stolz bin, das ist nichts, wogegen ich bislang ein 100 %iges Mittel gefunden habe. Das ist einfach so.

(und das ist etwas, das Pferd, die selber nicht unbedingt Löwinnenmut hat, gar nicht hübsch findet)

Galopp gehört dazu. Früher, als ich noch jung, falten- und sorgenfrei war, bretterte ich mit dem Pony ohne Sattel und ohne vernünftige Zäumung * über Stock und Stein, in Tempi, die mir heute Angstschweiß auf die Stirn und in die Achselhöhlen treiben würden.

Heute bin ich älter, steifer, ängstlicher und Galopp ist etwas, was leider mit einem großen „uiuiui“ behaftet ist.

Als das Pferd und ich noch an unserem alten Stall standen, wir eine Trainingspartnerin hatten und die WBT regelmässig ein- bis zweimal die Woche vorbeikam, war Galopp keine große Sache. Entweder bin ich in geschützter Umgebung **, bevorzugt natürlich unter den hypnotischen Worten der WBT *** galoppiert oder aber in ungeschützter Umgebung und dann in Begleitung. ****

– to be continued –

————————————

* „Zäumung“ war damals ein mit zwei Führstricken an`s Pferd gepfriemeltes Trensengebiss. Es passierte bei dieser Konstruktion durchaus mal, das sich die Knoten der Stricke lösten – ich war damals ziemlich gut im „vorsichtshalber Absteigen“, in jeder Gangart…

** mit fluffig weichen Teppichschnipseln belegter Reitplatz oder aber eine kleine, quadratische Halle (ca. Zirkelgröße)

*** „….und dann legst Du das äußere Bein zurück und galoppierst sie an.“ So samtig gesprochen wie sich Babyalpakawolle anfühlt, und gaaaaaaaaanz, gaaaaaaaaaanz ruhig.

**** sobald das Pferd in Begleitung ist, ist Pferd die Ruhe selbst. Interessanterweise ist sie auch dann ruhig, wenn ihre Begleitung aufregt ist.

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