LTNS III

April 18, 2010

„Sooohooo…und dann reitest Du durch die nächste Ecke, stellst und biegst ihn schön in der Ecke… und dann galoppierst Du ihn an.“

—-

Galopp, klar kein Problem, innerer Schenkel, äußerer Schenkel leicht zurück und los geht`s. (Kein Scherz, ich hatte in dem Moment keine Angst – ich dachte „Galopp“, ich dachte „o.k., diese und jene Knöpfchen sind zu drücken“, aber sonst wie so häufig: nichts weiter dabei gedacht.)

Uargh ! Was ist DAS ?

„Trainerin ! Der geht so komisch, ist der lahm ?“

Breites Grinsen. Also, NICHT bei mir. Bei der weltbesten Trainerin, die magischerweise irgendwie immer entspannt ist.

„Neiiiiiin…*flöt*…der galoppiert einfach nur langsam. Toll, nicht wahr ?“

Ääähm…ja. Prinzipiell schon toll, insbesondere nach den letzten, wenngleich auch schon länger her seienden Erfahrungen mit dem Pferd. Bei ihr reichte seinerzeit ja schon ein unvorsichtigerweise millimeterweit hinter den Gurt gerutschter Schenkel, um auf Katapultkugelgeschwindigkeit zu beschleunigen und gleichzeitig Flummibewegungen in der Vertikalen auszulösen.

Aber irgendwie…komisch. Es begann sich nach ein paar weiteren Sprüngen besser, normaler anzufühlen. Unglücklicherweise war das auch genau der Zeitpunkt, zu dem meine bis dahin verstummte „Innere Stimme“ wieder aus ihrem Mauseloch hervorschoß.

„Oh neiiiiiiiiiin, Galopp ! Da vorne kommt die Ecke, wir werden alle stäääääääääärbäääääään !“

Das Schulpferd hatte es gehört und fiel prompt in einen Trab.

Ich, fest entschlossen, mich nicht von meinen selbst fabrizierten Gespenstern schrecken zu lassen, gab energisch wieder Galopphilfen, das Schulpferd fiel wieder in den Galopp.

Zuverlässig bis kurz vor die nächste Ecke klappte das, dann erneut dieses hässliche Kreischen aus meinem Inneren:

„Galopp, da kommt die Ecke, wir werden es nicht schaffen und dann mit zerschmetterten Knochen blutig auf den Boden sacken !“

Wieder hörte das Schulpferd genau hin, wieder fiel er in den Trab.

Also, irgendwie wird das hier nichts…

„Träääääänerin ! Der galoppiert nicht weiter, was mache ich falsch ?“

– to be continued –

Eine Antwort to “LTNS III”

  1. eps Says:

    Ist doch nett von dem ‚Schulpferd‘ besser eine Gangart zurückzuschalten, als unbeirrt weiter zu galoppieren, obwohl du in dieser Phase wohl mit einem unsensibleren Tier besser bedient wärst, allein um deine innere Stimme zu besiegen!

    Beobachte dich mal mit deinem inneren Blick und hör mal bewußt hin…. das reicht meist aus, um diese Sache zu beheben.

    Wenn das nicht klappt, fang an die Sprünge laut zu zählen!🙂


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