Er und ich unterhalten uns über unsere Pläne für das WE.

Er so: „Ich bin ja nicht da, da kannst Du machen, was Du willst.“

Ich so: „Oh, fein, Profi-Tack macht Lagerverkauf, dann fahre ich da hin.“

Er: *grummel* „Da warst Du doch schon vor vier Wochen, was brauchst Du denn jetzt schon wieder ?“

Ich: *liebschauend* „Aber Schatz…“

– es folgt ein längeres Blablabla, ich bringe sämtliche äußerst schwachbrüstigen Gründe dafür vor, die evtl. für ein erneutes Heimsuchen des PT-Lagers sprechen könnten

bis ich ihm, um Harmonie und Entgegenkommen bemüht, eine eigentlich rhetorisch gemeinte Frage stelle:

„Soll ich Dir etwas mitbringen ?“

Er: *wtf-facial-expression* „Was willst Du MIR denn aus einem TACK-SHOP mitbringen ?“

Ich: *schmoll* „Ja, was weiß ich was, eine Jeans oder so ? Ich wollte nur NETT zu Dir sein !“

Er: „Kannst mir ja einen Schw***-Sack mitbringen.“

Ich: my turn with the wtf-facial-expression „Du willst einen Tail-Bag ?“

Er: „Ja, so ein Dings, was die Pferde neulich auf dem Turnier alle getragen haben.“

(Anm.: auch das Pferd trug auf dem bewußten Turnier einen solchen, aber da der des Pferdes in einem dezenten Hellbraun gehalten ist, fiel er nicht sehr in`s Auge.)

Ich: *tückischesGrinsen* „Aber natüüürlich bringe ich Dir einen Tail-Bag mit, Schatzi !“

……………….

Und wehe, er beschwert sich nachher, das ihm das Dings zu groß ist oder das ihm das Design zu sehr nach „Chippendales-Praktikant“ aussieht !

Stutenblicke 4

Mai 28, 2010

Heute:

Das Pferd und der klassische „Neiiiiiiin ! WILL NICHT !“-Blick.

Ich Pferd, Du nix !

Mai 27, 2010

Für den Fall, das das noch nicht klar genug sein sollte:

Überflüssig zu sagen, das wir am Wochenende dieses Geraffel nicht in einer Disziplin gewonnen haben, in der es hauptsächlich auf die Leistung des Reiters ankommt.

Nein, als echtes Spaß- und bestes Pferd der Welt hat die Tüpfeltante NATÜRLICH eine Pleasure mit mir gewonnen, gegen eine durchaus respektable Kokurrenz von rund einem Dutzend anderer Pferd/Reiterpaare.

Und das Beste: es war eine ganz normale Pleasure, „Gangart des Todes“ * inklusive. Ich bin so brüllstolz auf dieses wunderbare, wunderschöne und sooo liebe Pferd, das kann sich keiner vorstellen.

—————————–

*Lope, of course. Und wohl dem, der erst falsch anlopt, es bemerkt, korrigiert – und das alles auch noch, ohne das der Richter es sieht. Yeeehaw !

Gut gemacht

Mai 26, 2010

Und bevor einer fragt: neee, ich mag das Original nicht. Nachgemachter GB-Gossen-Akzent, bäh !

Neee !

Mai 20, 2010

Seit heute morgen habe ich noch ein weiteres kleines Problemchen. Zwar wird es sich – hoffentlich – bereits wiederum morgen von alleine erledigt haben, aber trotzdem war das irgendwie strange:

diese unglaubliche, quasi leiblich erlebte, nachempfundene Seelenverwandtschaft mit einer Bordeauxdogge. Oder einem Boxer. Oder einem Bernhardiner. Oder irgeneiner anderen dieser Hunderassen, deren Besitzer ständig Taschentücher dabei haben. Wenigstens am Anfang, wenn man als Neubesitzer noch nicht so abgehärtet ist gegenüber den Sabberfäden, die die Angehörigen der o.a. Canidenrassen so herumschleudern.

Ehrlich, ich habe seit heute morgen durchgehend gespeichelt wie Quasimodo beim Anblick einer nackten Esmeralda.

Nur, um dann vorhin nach Hause zu kommen und zufällig mal einen Blick auf den Beipackzettel von Meditonsin zu werfen. An und für sich ein recht harmloses Zeugs gegen Erkältungsbeschwerden, mit nur einer einzigen aufgeführten Nebenwirkung, die noch dazu nur „in sehr seltenen Fällen“ auftreten soll.

Verstärkter Speichelfluss.

Prima ! Ich huste immer noch wie ein Kettenraucher nach einem Zug vom LKW-Auspuff, die Nase macht meine Stimme auch immer noch sehr aristokratisch, aber sabbern, das geht jetzt schon ganz wunderbar, dank dieses tollen Präparates.

Gathering the herd

Mai 20, 2010

So, dann treibe ich mal meine Gedanken- und Überlegungstiere von der Weide und schaue, was sich so angesammelt hat bis jetzt:

– die positive Überraschungskuh.

Von den üblichen Verdächtigen kann keiner, aber eine nette Miteinstellerin, die ich so gar nicht auf dem Plan (und vorher auch nicht gefragt hatte, shame on me !) hatte, die konnte. Half beim Ankuppeln des Hängers, half beim Andressen des Pferdes und war so freundlich, beim Verladen auch noch den Pöterjustierer bzw. das Rampengeländer für`s Pferd zu spielen. Pferd vergisst gelegentlich, das die Rampe nicht plan auf dem Boden aufliegt. Da ist jemand, der den Pferdehintern im Ernstfall nochmal zurechtstupsen kann, sehr nützlich.

– der grobe ungezogene Büffel, dem schleunigst die Keimdrüsen möglichst langsam, schmerzhaft und qualvoll entfernt werden sollten. Mir schwebt als OP-Instrument so etwas wie eine Fuchsschwanzsäge vor, bevorzugt mit rostigen Sägezähnen. Oh, und bedient werden darf sie gerne von einem einhändigen Operateur !

Lieber unbekannter LKW-Fahrer, es ist nicht die feine englische Art, einen Pferdetransporter, der einfach nur auf einen Parkplatz auf linken Fahrbahnseite fahren will, von hinten anzuhupen. Mehrfach hupen ist noch unfeiner. Einschlägige Gesten machen noch am allerwenigsten. Aber man trifft sich immer zweimal im Leben – ich freue mich schon darauf. Bete, das ich bis dahin mich auf ein steriles Skalpell heruntergedacht habe !

– das Raushier-Rind.

Leider kam dieses Gedankentier zu spät von der Weide. Aus Gewohnheit hatte ich da schon, aller Widrigkeiten zum Trotz, den altbekannten Parkplatz angesteuert. Und bevor das Raushier-Rind auch nur einmal „muhä ?“ machen konnte, war`s schon zu spät. Das komplette Gespann steckte fest.

– das Raushier-Rind 2.0 in Form der Turnierhelfer/Hofmannschaft.

Die hatten wohl schon einschlägige Erfahrungen mit/bei anderen Teilnehmern gemacht, jedenfalls stand schon ein Rausziehfahrzeug bereit. Pferd abgeladen, einer netten Helferin in die Hand gedrückt. Anhänger abgekuppelt, das Auto auf sicheren Grund gefahren, den Anhänger hinterhergeschoben bekommen. Alles klar, alles gut.

– das Faststummschwein, das außer „öff“ eigentlich nichts machen kann.

Das war ich, als ich den neuen Teil der Anlage gesehen habe. Gut, um dahinzukommen mußte man sich erstmal durch den französisch-guyanischen Dschungel kämpfen (minus das ganze Gewächs, minus die Hitze, aber definitiv mit den gleichen vermatschten Füssen). Denn durch eine meterologische Laune hatten sich doch viel mehr Regenmassen als sonst für die Jahreszeit üblich über dem Dorf entleert. Ich habe es bereut, keine Gummistiefel dabei gehabt zu haben, aber sei`s drum:

– schicke, große, neue Halle mit hellem Boden. Der muß sich noch eine Kleinigkeit setzen, aber sonst sieht das alles sehr gut und überlegt aus (mir gefällt ja alleine schon die Tatsache, das es deutlich mehr als zwei Ausgänge aus der Bahn zu geben scheint).

– große, große, grooooooooße Stallgasse. Derzeit noch provisorisch mit Stallzeltboxen, aber das Pferd kann nach draußen gucken, das Pferd kann nach gegenüber zu einem Nachbarn gucken. Sachen, die dem Pferd sehr wichtig sind. Ergo auch mir. Sehr weise investierte Euronen und sooo komfortabel ! Ich kann windgeschützt und trocken in aller Ruhe mein Pferd fertigmachen morgen, das pläsiert ungemein.

– Rauhfutter, das das Pferd fast sofort dazu verführte, dem von daheim mitgebrachten zwei Heusorten (eine dritte hängt noch im Hänger) den Hintern zuzudrehen. Erstmal Einstreustroh fressen, das war/ist scheinbar leckerer. Hoffentlich hat sie morgen keine Strohkolik.

– der Wunderhund. Der kann genau wie das Faststummschwein fast nichts, außer sich wundern.

Erstmal über mich selbst. Tatsächlich haben die Gene meines Vaters einmal wieder ihren Weg an die Oberfläche gefunden. Ich quatschte jemanden an, den ich bislang nur virtuell und da auch nur flüchtig kannte. Tatsächlich, es ging und ich war längst nicht so muffelig wie sonst. Also, fand ich jetzt.

Dann über das Pferd. Wie, bitte, bringt ein ohnehin spärlich beschopfter Appi-Mix es fertig, sich ausgerechnet die FÜNF SCHOPFHAARE mittels im-Gras-wälzen grün zu färben ? Da muß ich morgen nochmal ran.

Und dann über die lustige Tatsache, das da doch tatsächlich zwei Weiber und ein Kerl an ihren Pferden rumtüddeln und es dann anschließend KEINE FRAU ist, die ihrem Pferd einen mit goldenem Glanzmuster bedruckten Sleazy anzieht. *

🙂

—–

* eine pinkfarbene Bürste hatte er auch noch ! *kreisch*

Was denn nun noch ?

Mai 19, 2010

Turnier am Wochenende.

Zeitplan: schlimm. Ich fahre schon am Vorabend hin (hoffentlich ist meine Vermutung, das das Berechnen einer Box auf der Nennbestätigung auch gleichzeitig eine „Boxenbestätigung“ ist, richtig), habe die erste Prüfung dafür aber erst am Spätnachmittag des nächsten Tages. Dafür dann aber auch die letzte Prüfung irgendwann kurz vor Sonnenuntergang.

Hilfe: keine.

Die Miteinstellerin, die mir eigentlich beim Hängerankuppeln+Verladen helfen wollte, bat mich eben, sie doch nur im Notfall anzufordern. Der Kerl kann beruflich bedingt nicht, alle anderen Bekannten, Verwandten, Freunde können auch nicht.

Ich bin mutterseelenallein, und das ausgerechnet auf dem Turnier, auf dem das Pferd letztes Jahr dank meiner Dämlichkeit sein Verladetrauma entwickelte.

Die Pattern: Horsemanship und Trail enthalten beide Galopp, mehr muß ich, glaube ich, nicht sagen.

Gesundheitszustand: Pferd hat seit Montag eine kleine Schürfwunde, natürlich ausgerechnet in der Sattellage. Mit Reiten war bzw. wird´s also vor dem Turnier nichts mehr. Und ich kann nur hoffen, das die Wunde bis zum WE genug abgeheilt ist, das man da gefahrlos einen Sattel draufpacken kann.

Ich selber habe seit dem letzten WE eine de-luxe-Erkältung mit allem Drum und Dran, Rotznase, Dauerböllerhusten und so weiter.

KÖNNTE jetzt noch etwas schlimmeres hinzukommen, fragte ich mich eben.

Ja, es kann. Menstruationsschmerzen.

Manchmal finde ich mein Dasein so rundum super, ehrlich !

Stutenblicke 3

Mai 17, 2010

Heute:

das Pferd und der “ Mir ist kalt, es regnet und ich wäre jetzt lieber zu Hause“-Blick.

(wenigstens hat nur einer von uns beiden an dem Tag eine saftige Erkältung bekommen)

…oder so. 😉

Explains why I never ever did and never will do any drugs that don`t neigh.