Gathering the herd

Mai 20, 2010

So, dann treibe ich mal meine Gedanken- und Überlegungstiere von der Weide und schaue, was sich so angesammelt hat bis jetzt:

– die positive Überraschungskuh.

Von den üblichen Verdächtigen kann keiner, aber eine nette Miteinstellerin, die ich so gar nicht auf dem Plan (und vorher auch nicht gefragt hatte, shame on me !) hatte, die konnte. Half beim Ankuppeln des Hängers, half beim Andressen des Pferdes und war so freundlich, beim Verladen auch noch den Pöterjustierer bzw. das Rampengeländer für`s Pferd zu spielen. Pferd vergisst gelegentlich, das die Rampe nicht plan auf dem Boden aufliegt. Da ist jemand, der den Pferdehintern im Ernstfall nochmal zurechtstupsen kann, sehr nützlich.

– der grobe ungezogene Büffel, dem schleunigst die Keimdrüsen möglichst langsam, schmerzhaft und qualvoll entfernt werden sollten. Mir schwebt als OP-Instrument so etwas wie eine Fuchsschwanzsäge vor, bevorzugt mit rostigen Sägezähnen. Oh, und bedient werden darf sie gerne von einem einhändigen Operateur !

Lieber unbekannter LKW-Fahrer, es ist nicht die feine englische Art, einen Pferdetransporter, der einfach nur auf einen Parkplatz auf linken Fahrbahnseite fahren will, von hinten anzuhupen. Mehrfach hupen ist noch unfeiner. Einschlägige Gesten machen noch am allerwenigsten. Aber man trifft sich immer zweimal im Leben – ich freue mich schon darauf. Bete, das ich bis dahin mich auf ein steriles Skalpell heruntergedacht habe !

– das Raushier-Rind.

Leider kam dieses Gedankentier zu spät von der Weide. Aus Gewohnheit hatte ich da schon, aller Widrigkeiten zum Trotz, den altbekannten Parkplatz angesteuert. Und bevor das Raushier-Rind auch nur einmal „muhä ?“ machen konnte, war`s schon zu spät. Das komplette Gespann steckte fest.

– das Raushier-Rind 2.0 in Form der Turnierhelfer/Hofmannschaft.

Die hatten wohl schon einschlägige Erfahrungen mit/bei anderen Teilnehmern gemacht, jedenfalls stand schon ein Rausziehfahrzeug bereit. Pferd abgeladen, einer netten Helferin in die Hand gedrückt. Anhänger abgekuppelt, das Auto auf sicheren Grund gefahren, den Anhänger hinterhergeschoben bekommen. Alles klar, alles gut.

– das Faststummschwein, das außer „öff“ eigentlich nichts machen kann.

Das war ich, als ich den neuen Teil der Anlage gesehen habe. Gut, um dahinzukommen mußte man sich erstmal durch den französisch-guyanischen Dschungel kämpfen (minus das ganze Gewächs, minus die Hitze, aber definitiv mit den gleichen vermatschten Füssen). Denn durch eine meterologische Laune hatten sich doch viel mehr Regenmassen als sonst für die Jahreszeit üblich über dem Dorf entleert. Ich habe es bereut, keine Gummistiefel dabei gehabt zu haben, aber sei`s drum:

– schicke, große, neue Halle mit hellem Boden. Der muß sich noch eine Kleinigkeit setzen, aber sonst sieht das alles sehr gut und überlegt aus (mir gefällt ja alleine schon die Tatsache, das es deutlich mehr als zwei Ausgänge aus der Bahn zu geben scheint).

– große, große, grooooooooße Stallgasse. Derzeit noch provisorisch mit Stallzeltboxen, aber das Pferd kann nach draußen gucken, das Pferd kann nach gegenüber zu einem Nachbarn gucken. Sachen, die dem Pferd sehr wichtig sind. Ergo auch mir. Sehr weise investierte Euronen und sooo komfortabel ! Ich kann windgeschützt und trocken in aller Ruhe mein Pferd fertigmachen morgen, das pläsiert ungemein.

– Rauhfutter, das das Pferd fast sofort dazu verführte, dem von daheim mitgebrachten zwei Heusorten (eine dritte hängt noch im Hänger) den Hintern zuzudrehen. Erstmal Einstreustroh fressen, das war/ist scheinbar leckerer. Hoffentlich hat sie morgen keine Strohkolik.

– der Wunderhund. Der kann genau wie das Faststummschwein fast nichts, außer sich wundern.

Erstmal über mich selbst. Tatsächlich haben die Gene meines Vaters einmal wieder ihren Weg an die Oberfläche gefunden. Ich quatschte jemanden an, den ich bislang nur virtuell und da auch nur flüchtig kannte. Tatsächlich, es ging und ich war längst nicht so muffelig wie sonst. Also, fand ich jetzt.

Dann über das Pferd. Wie, bitte, bringt ein ohnehin spärlich beschopfter Appi-Mix es fertig, sich ausgerechnet die FÜNF SCHOPFHAARE mittels im-Gras-wälzen grün zu färben ? Da muß ich morgen nochmal ran.

Und dann über die lustige Tatsache, das da doch tatsächlich zwei Weiber und ein Kerl an ihren Pferden rumtüddeln und es dann anschließend KEINE FRAU ist, die ihrem Pferd einen mit goldenem Glanzmuster bedruckten Sleazy anzieht. *

🙂

—–

* eine pinkfarbene Bürste hatte er auch noch ! *kreisch*

2 Antworten to “Gathering the herd”

  1. Michaela Says:

    Sleazy :goldene Pferde, der Hammer.. und mit welcher Hingabe er sein Pferdchen geputzt und gewienert hat ud ist dann doch die Prüfung nicht mitgeritten, da sein PFERDCHEN es NICHT wollte..

    Du warst überhaupt nicht muffelig!!
    See you next year, same Place, same Box


    • Dem Pferd durfte ich mal auf den Popo fassen – der hatte da tatsächlich eine Verspannung. Andere Reiter wären damit vielleicht gestartet, er nicht – ich finde sowas gut und sportlich fair dem Partner Pferd gegenüber.
      Offensichtlich fand MEIN Pferd es irgendwie schade, das ihr Boxennachbar am nächsten Morgen schon nicht mehr da war, als sie nach Hause durfte – es wurde ganz sehnsüchtig in die Box hereingeschnuppert und traurig geguckt: „Wo isser hin ?“
      Der Sleazy war der Knaller – ich überlege schon, alleine aus modischen Gründen meinem Pferd nächstes Jahr auch… *kicher*


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