Vorfreude II oder „Das Cowgirl bei Equiva“

Juni 28, 2010

Schade, ich hatte mich ehrlich gefreut. Schließlich hofft man, oft wider besseres Wissen, das neue Geschäfte vielleicht auch tatsächlich mal etwas Neues oder etwas zumindest nicht schon gefühlt an jeder Straßenecke Angebotenes haben.

Aber nein, der Equiva-Laden entsprach gänzlich meinen Erwartungen. Ein Laden mit Standardsortiment, vielen bekannten, üblichen, überall anders auch erhältlichen Markensachen (zu den üblichen Preisen) und wenigen, aber unspannend bepreisten Eigenmarken. Überwiegend natürlich für Englischreiter, es hingen zwar auch einige Artikel für Westernreiter herum, die hatten aber imho mehr Alibi-Funktion („schaut her, wir haben auch etwas für die Kuhschubser !“).

Nett war allerdings die Verkäuferin, die nur kurz fragte, ob sie helfen könne, mich dann aber in Ruhe stöbern ließ. Nachdem sie meine neugierigen Blicke in Richtung der Trensen, die gerade im Sonderangebot waren (und mir vor allem wegen ihres schon fast orange schimmernden Leders auffielen…dabei nennt man die Farbe doch „london“, oder ?), bemerkt hatte, versuchte sie vorsichtig, ein Verkaufsgespräch zu beginnen – ich zog kurz die Hosenbeine hoch, ließ unsexy meine staubigen, aber immer noch leuchtend türkisfarbenen Stiefelschäfte aufblitzen:

„Sorry, ich gehöre seit einigen Jahren nicht mehr zu ihrer Zielgruppe…“

Sie wurde mir gleich noch symphatischer, als sie darüber wenigstens ein bißchen lachte.🙂

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