Wild West City

Juli 3, 2010

Eine deutsche Großstadt. Sommer. Hitze.

Das um seinen Kreislauf besorgte, nun ja auch nicht mehr blutjunge Cowgirl packt die bedroll und geht da schlafen, wo es echte Cowboys auch tun: draußen. Draußen ist zwar relativ, draußen heißt: Balkon, ohne Aussicht auf einen Sternenhimmel und dem Thermometer zufolge ist es draußen auch nicht kälter als drinnen.

Aber was soll`s, immerhin kann man sich da eher einbilden, man fände etwas Abkühlung.

Zeitsprung – Stunden später, der Wecker hat geklingelt, Cowgirl ist gerade dabei, sich den Schlaf aus den kurzsichtigen Augen zu reiben, da ertönt ein Geräusch, was man als Großstädter erkennt – das dumpfe „Bummmpp“ und „Klirr“, was ein Auto macht, wenn es gegen ein anderes prallt.

Sekunden später das uieuieuieuieuie einer Alarmanlage.

Und dann nochmal „Bummmpp“ und „Klirr“.

Hmmm…zwei Unfälle ?

Cowgirl schielt über das Balkongeländer und das, was sie da mit kurzsichtigen Äuglein vom Nachbarhaus aus auf sie zugerannt kommen sieht, läßt sie zur Brille greifen. Dunkle Gestalten mit Sonnenbrille, Gesichtstarnung und allem Drum und Dran. Wie auf einem Filmset in Hollywood !

Unglücklicherweise ist das greifbare Exemplar keine aktuelle Brille und Cowgirl hat leichte Schwierigkeiten, das Kennzeichen des Fahrzeugs, in das die beiden Leute springen, so halbwegs zu identifizieren. Aber es gelingt doch !🙂

——————–

Allerdings möchte ich nicht wissen, was sich die Polizeibeamten, die ich frisch und fröhlich (und nun ja auch mehr als wach – so ein bißchen Adrenalin im Blut macht was aus) morgens um kurz nach fünf Uhr anrief, so gedacht haben. Was denkt man sich als Nichtreiter, wenn einen morgens jemand um diese perverse Uhrzeit anruft, ein paar mutmaßlich Kleinkriminelle verpetzt und dann noch sagt: „Ich habe nicht so sehr viel Zeit, auf ihre Kollegen zu warten, ich habe in einer halben Stunde eine Verabredung zum Ausreiten.“🙂

Edit: wie sich im Nachhinein herausstellte, war es kein Autoaufbruch und/oder Unfall, sondern ein Einbruch in ein Computergeschäft in der Nachbarschaft. Na, allzuviel wird nicht weggekommen sein – das Loch in der Schaufensterscheibe war zwar beeindruckend groß, aber viel mehr als zwei Notebooks können die Einbrecher nicht haben mitgehen lassen… Dazu – mal mutgemaßt, das das KFZ-Kennzeichen nicht geklaut war – extra aus einem Nachbarbundesland anzureisen…das lohnt doch betriebswirtschaftlich gesehen gar nicht. Tststs.

2 Antworten to “Wild West City”

  1. eps Says:

    super spannend, kribbel. Du erlebst Sachen! *schock*

    LG, eps


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