Ruhig, ganz ruhig II

August 18, 2010

aus den Kommentaren:

„wie kriegst du denn die tuepfeltante ruhiger wenn kein stoppelfeld zur verfuegung steht?“

Fortsetzung:

2. gemeinschaftlich ausreiten

Da ist „ruhig“ gar kein Thema. Das Tüpfelmädchen ist dann ganz Herdentier und einfach nur glücklich, das sie nicht alleine ist.

Praktisch veranlagt (=faul) wie ich bin, nutze ich das in Phasen vermehrter Hibbeligkeit beim Pferd gnadenlos aus. Die größten Probleme (=Schreckobjekte) schrumpfen auf Shettygröße, wenn bloß jemand anderes noch mit dabei ist. Egal, ob es ein großer Warmblutwallach mit mäusekleinem Herzen (erschreckt sich gerne, leicht und schnell), eine arabische Zickenstute oder meinethalben auch der Kerl zu Fuß ist.

Hat man unter dem imaginären Schutzschirm, den eine Begleitung für das Pferd darstellt, erfolgreich das Programm „ich bin sicher, wenn Frauchen dabei ist“ installiert, kann man viel leichter daran arbeiten, sich auch alleine den alltäglichen Ausritt- und sonstigen Gefahren zu stellen. Bietet sich daher für Dich die Gelegenheit, sich an einen erfahrenen anderen Reiter und sein hoffentlich bierruhiges Pferd dranzuhängen – unbedingt machen. Schaden tut`s auf keinen Fall, für den Anfang eine solche „Krücke“ zu benutzen. Man darf sich nur nicht dauerhaft davon abhängig machen.

Mit Begleitern beim Ausreiten habe ich es hinbekommen, das ich nicht immer gleich das große „P“ in den Augen habe, wenn das Pferd hektische Tage hat. Es sieht noch nicht 100% harmonisch aus, wenn ich das Pferd an einem dieser Tage ausreite oder – Steigerung – dabei sogar versuche, sie zu einem nicht Hamburg-Bahrenfeld-würdigem * Trab zu überreden. Aber ich bin zuversichtlich, das sich dies mit etwas mehr Praxis irgendwann erledigt haben wird – und damit tut sich auch schon gleich eine weitere „Methode“ auf, mit der man das Tüpfelmädchen ruhiger bekommt, Stichwort „stures Machen“, dazu schreibe ich später nochmal etwas.

– to be continued –

———————-
Hamburg-Bahrenfeld: da gibt es eine Trabrennbahn. Und wenn das Pferd und ich einen dieser unsäglichen „Huääääch-ich-muß-weg“-Paniktage haben, dann wird das Pferd zum Renntraber, wenn man nicht aufpaßt. Bin mir sicher, das ein entsprechend kundiger Gangpferdereiter sie dann auch in einen Rennpaß legen könnte, will dieses Gespenst aber gar nicht weiter beschwören…

Eine Antwort to “Ruhig, ganz ruhig II”

  1. katerwolf Says:

    ich stelle auch gerade fest, dann meine sonst so ruhige und brave lola, alleine im gelände zu einer hysterischen, tänzelnden zicke mutieren kann. heute legten wir die strecke überwiegend auf hufspitzen zurück😉

    liebe grüße, katerwolf


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