Argumente

November 28, 2010

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War ja klar !

November 25, 2010

Es gibt Momente, da hasse ich mich.

Ich sag` manchmal so kokettierend-schäkernd gegenüber anderen Leuten irgendwelche auf mich bezogene Sachen, die ich – eigentlich – gar nicht ernst meine.

Warum ich sie nicht ernst meine ?

Weil das dann meistens Sachen sind, die mich irgendwie schlecht machen.
(Beispiel: „Ooooooh, mein Hintern ist soooo dick !“)

Warum ich sie trotzdem sage ?

Ist doch klar.

Die Chancen, das mir dann jemand versichert, die mir eben selbst attestierte Macke (Variante 1) entweder gar nicht vorhanden sei („Wie, Deiiiiiiin Hintern ? Der ist doch das Epitome von Wohlgeformtheit und muskulöser Grazie !“) oder aber nur (Variante 2) gering ausgeprägt („och, solange Du mit dem Ar*ch noch nicht Deine Jeans zum Platzen bringst, geht`s doch noch.“), ist ziemlich groß.

Fishing for compliments ! 🙂

Um mal den Bogen zurück zum Anfang zu schlagen:

heute, heute war so ein Moment, da habe ich mich gehasst. Gehasst dafür, das ich mit meiner Aussage von neulich, nämlich dieser hier

“ Und mir bleibt die Erkenntnis, das der Spruch „Wie der Herr, so`s Gescherr“ auf das Pferd und mich nun so gar nicht zutrifft. „

völlig ungeplant völlig richtig lag.

– tbc –

…oder auch „Update II“.

(Nebenbeibemerkung vorab: freut mich, das andere Leute sich durch meine Texte (und Abkürzungen) inspirieren lassen. Wie war das doch gleich – Imitation ist auch eine Form der Anerkennung ? )

Eine für fünf Minuten freie Halle, zwei Stuten und ihre Besitzerinnen. Ja, jetzt kann die Luzie abgehen, yeeehaw !

Was abging, waren dann allerdings nur die Führstricke von den Halftern und sonst nicht viel.

Die Jungdame wollte vorrangig eines – raus. In der Halle gibt`s nicht zu fressen, bewegt hatte sie sich im Vorfeld auch schon und die Tüpfeltante, die schüchtern im Hintergrund stand, war uninteressant.

Mein Pferd wollte auf den Arm. Ihre Lieblingslösung, wenn ihr eine Situation nicht ganz geheuer ist und/oder sie nicht weiß, was sie machen soll. Wie ein Kindergartenkind mit Integrationsproblemen – „will heim, Mama !“ oder so in der Art.

Wir standen ratlos da. Hallooohoooo, integration anyone ? Wir machten das, was eigentlich nicht im Protokoll stand – wir packten die Pferde an den Halftern und nötigten sie zu einem zwangsweisen Nase-Nase-Kontakt.

Es passierte wieder nichts. Gut, es wurden wechselseitig die Ohren angelegt, aber sonst ? Nichts.

Einige Join-up-Imitationen (Pferd: „Wo Du hingehst, da will auch ich hingehen, Frauchen“ – war nicht geplant, die ist einfach so) später hatten wir sie dann immerhin schon so weit, das Jungdame dem Pferd sagte: „Pferd, Du nervst, geh` nach links.“ – und das Pferd ging nach links. Woraufhin dann Jungdame dem Pferd sagte: „Pferd, links will ich Dich aber nicht haben, geh` mal nach rechts.“ – und das Pferd ging nach rechts.

Einen Tag später wiederholte sich auf dem den beiden Mädels zugesagten Paddock dann das gleiche Spiel. Die Jungdame gab die Richtung an und das Pferd sagte nur „Aye, aye, Ma`am.“

Bis heute ist das auch so geblieben, zumindest sind an beiden Weibern keine Kampfspuren festzustellen und es kamen auch keine Rückmeldungen von SB und den Stallkollegen, das sich da Bitchfights abspielen würden. Und angesichts der Tatsache, das sich die beiden, trotz der klaren Rangverteilung, neulich am Putzplatz für menschliche Ohren freudig klingend angewiehert haben, kann man, denke ich, die Integration bzw. Vergesellschaftung des Pferdes mit ihrer Paddockpartnerin als erfolgreich durchgeführt betrachten.

Und mir bleibt die Erkenntnis, das der Spruch „Wie der Herr, so`s Gescherr“ auf das Pferd und mich nun so gar nicht zutrifft. Das Pferd ist viel lieber und zugänglicher als ich, ich bin eher grumpy… 🙂

Update

November 15, 2010

So ein bißchen leide ich immer noch. Richtig + hundertprozentig fühle ich mich dort im neuen Stall immer noch nicht zu Hause.

Dem Pferd geht es ähnlich. Die guckt zur Zeit auch nicht 100%ig – zwar nicht unfreundlich, aber eben auch nicht so ganz zufrieden.)

Mit ihrem ersten Paddockpartner (einer entzückenden Übergangslösung in Form eines niedlichen Viertelpferdwallachs) schien sie sich gut zu verstehen. Zumindest konnte man diesen Eindruck anfangs gewinnen – die beiden zusammen auf den Paddock, er wollte Nase-Nase, sie wollte, das er sich vom Acker macht, er machte sich.

Friede, Freude und so weiter sowie der herrliche, besitzerinnenbefriedigende „Ha, MEIN Pferd ist Chef !“-Gedanke….ja, denkste.

Als ich am Wochenende eine Neuanschaffung präsentierte, zeigte sich, das jemand in der Zwischenzeit aber mächtig was gerissen hatte in Sachen Rangfolge. Klein-Quarterli war von Anfang an völlig d`accord mit der von mir geplanten Maßnahme des Heusackaufhängens und befand auch gleich den Inhalt für gut und genießbar.

Das Pferd ? Das Pferd hatte gar nicht die Gelegenheit, auch nur einen Halm zu erwischen. Stand hinter Quarterli, guckt mich traurig mit auf Halbmast geklappten „Frauchen, ich trau` mich nicht an dem Zwerg vorbei“- Ohren an, während der junge Mann vorne stand und frass.

Gut, alles nicht so schlimm, Pferd sollte ohnehin eine andere, dauerhafte Paddockpartnerin kriegen, eine junge Stute unbestimmter Rasse, durch deren Pedigree irgendwo mal ein Kaltblut gehüpft sein mußte. Das mit dem Heusack bzw. den Heusäcken fiele dann eh weg, Jungdame ist aus Vorsorgegründen dauerdiätend.

Der Erstkontakt in der Halle wurde mit Spannung erwartet – ich meine, wenn zwei Pferde aufeinander treffen, deren beide Besitzerinnen steif und fest behaupten, iiiiiiiihr Pferd sei ja sooohooooo lieb und hätte überhaupt noch nie einen bösen Gedanken gehabt oder gebissen oder getreten, dann kann das ja nur Stunk geben.

(zugegebenermaßen – ich habe meine Finger bei den von mir gemachten Beteuerungen hinsichtlich des engelhaften, geradezu muttertheresigen Charakters schon ein klitzekleines bißchen…äh…gekreuzt. *hüstel* Schließlich hat auch das Pferd schon mal die Zähne gegen mich, genauer: gegen meine Stiefel gerichtet und andere Dönekens gedreht. Aber – wer ohne Schuld ist und so…)

– tbc –

Kulturschock *

November 9, 2010

The reason why es hier in letzter Zeit so still war.

Und da ich immer noch mit dem Verdauen der Überschrift beschäftigt bin und damit, dem besten Pferd aller Zeiten bei der Umgewöhnung das Hüfchen zu halten und ihr beruhigend zuzureden, gebe ich das Wort ab an einen Meister der modernen U-Musik. Sting, der alte Schniekefinger hat zwar sicherlich noch nicht aus den Gründen wie ich nun den Stall gewechselt, aber dieses Lied schmiegt sich sehr hübsch um einige meiner Gedankengänge aus der Prä-Stallwechsel-Zeit:

——————————-
* ah-ah, nicht schlecht von mir denken, bitte. Erstmal die Definition bei Wikipedia nachlesen. Und dann noch von mir gesagt bekommen, das der Wechsel von „kleinem Stall mit einstelliger Pferdeanzahl“ nach „großer Stall mit deutlich zweistelliger Pferdeanzahl“ für Zwei- UND Vierbeiner krass ist. Das muß man erstmal verknusen.

Westernreiter.com

November 4, 2010

Schamlos, ja, SCHAMLOS, aber dann doch irgendwie auch ein kleines, klitzekleines bißchen stolz möchte ich mal darauf hinweisen, das es ein Turnierbericht von mir in die aktuelle Ausgabe des Westernreiters geschafft hat, jawollja ! 🙂

Gut, außer Ruhm und Ehre kriegt man nichts dafür, aber Egopflege ist auch was wert, gerade bei diesem trüben Wetter…

Edit: den Text findet man auch unter http://www.ewu-niedersachsen.de, in der Rubrik „Mitglieder berichten…über Turniere“ (D-Turnier Sprakensehl)

Absage

November 3, 2010

Es häufte sich – die Liste der Dinge, die sich dem Streben nach „drei Minuten Ruhm“ in den Weg stellten.

Der berühmte letzte Tropfen ist bzw. wird jetzt der Umzug des Pferdes in einen neuen Stall sein. Innerhalb von einem Monat einen Stallumzug UND dann noch vier, fünf Tage auf der Messe „Pferd & Jagd“ zu bewältigen – ehrlich, das braucht kein Mensch und schon gar kein Pferd.

Schweren Herzens habe ich somit die meiner Trainerin gegebene Zusage für die Teilnahme an der Showquadrille im Rahmen des Tagesshowblocks der Pferd &Jagd in Hannover zurückziehen müssen. 😦