Pferd zu verkaufen

April 6, 2011

Nein, nicht meines, sondern das einer guten Freundin.

Sie hat ihr Pferd bei ehorses.de unter der Anzeigennummer 256969 eingestellt.

Eine todschicke, sehr kluge Stute, von der Attitüde her etwas hoheitsvoller als „das Pferd“ 😉

Als Jungpferd direkt vom Züchter gekauft und seitdem immer scheckheftgepflegt + sehr artgerecht mit viel Auslauf gehalten. Herdenverträglich.

Ich habe mal auf dem Reitplatz draufgesessen – und war überrascht, wie fein sie eingestellt ist. Obwohl sie sonst nur von ihrer Besitzerin im Gelände geritten wird, kam ich auf Anhieb mit ihr zurecht. Die Stute bemüht sich extremst, einem alles recht zu machen, ein ausgesprochen aufmerksames Pferd, trailmässig sehr begabt.

Sie wäre das perfekte Pferd für eine/n anspruchsvolle, hauptsächlich an längeren Geländeritten interessierte/n Freizeitreiter.

Warum ich das Wundertier nicht selbst kaufe ?

Ganz einfach. Es fehlt an Zeit, vor allem aber an Geld. 😦

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Competition face(s) III

September 16, 2010

oder: zwei der häufigsten Trail-Gesichter vom Pferd.

Einmal der sogenannte Petzi-Blick *:

und dann das Fünf-vor-zwölf-Gesicht **:

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* Petzi – der ist doch noch bekannt, oder ? Dieser kleine Bär, der gerne Pfannkuchen aß und der in entzückenden Kindercomicbilderbüchern verewigt ist. Großäugig, lieb, niedlich und ganz, ganz aufmerksam – wie das Pferd eben, die sich auf diesem Foto superbrav bemüht, jegliche Klongs zu vermeiden. 🙂

An dem Tag, auf diesem Turnier, war ich ziemlich entspannt und ausgeglichen – das ist eine Grundlage, mit der das Pferd gut arbeiten kann. Leider gelingt mir das Halten dieses herrlichen Zustandes noch nicht längerfristig, was dann unweigerlich zu Fünf-vor-zwölf-Gesichtsausdrücken beim Pferd führt bzw. zu Performances, bei denen sich (innerlich) sicherlich schon so mancher fachkundiger Zuschauer schreiend und wehklagend in die nächstbeste dunkle Ecke hat schmeissen mögen…*hüstel*

** …auch bekannt als das „I`m REALLY pissed off“-Gesicht. Meistens aufgesetzt, nachdem ich wieder einmal Mist gebaut habe und nur Anstand und Gutherzigkeit das Pferd von Schlimmerem abhalten. Hier war`s meine Millisekunden vor Aufnahme des Fotos noch viel zu hohe und grob rückwärts-aufwärts einwirkende Hand. *schäm*

Babe ist locker !

Juni 3, 2010

Heute, also, äh, eigentlich GESTERN, aber Ihr versteht schon, was ich meine…

Nun, jedenfalls heutegestern war ich sehr grundentspannt. Der Tag im Büro war wie immer *gähn*, ich war wie so oft nicht gerade früh erschienen, mit der Folge, das ich auch erst entsprechend spät Feierabend machen konnte.

Spät am Stall – das erfordert, selbst bei diesem guten Wetter, eine automatische Limitierung der Reitdauer. (Man will nicht irgendwo in der Pampa sein, wenn die Dämmerung einsetzt und die Rush hour beim Niederwild einsetzt.) Oder – nur eine kurze Geländerunde drehen und dann das machen, was bei anderen unter „Dressurreiten“ läuft. Bei mir läuft das eher unter…nun…mehr so unter „wir versuchen es mal nicht nach gerittenem Gehackten aussehen zu lassen“.

Das Pferd schien gut gelaunt zu sein. Sie war beim Putzen und Satteln lieb und zeigte nicht ihre neu erlernte Unart, mit dem Vorderhuf Linien auf das Pflaster des Putzplatzes zu kratzen…etwas, was mir neuerdings mindestens zwei zusätzliche graue Haare beschert hat und den Gedanken, das ich mich demnächst wohl in die Schlange derer einreihen müßte, deren Hufschmiedetermine weeeeeesentlich länger dauern als die ca. 20 Minuten, die derzeit für`s bloße Ausschneiden und Beraspeln draufgehen.

Im Gelände: ruhig, entspannt, relaxt. Gut, für unsere Verhältnisse, man muß das immer dazusagen. Auch nach Jahren ist das Pferd immer noch für „Huuuuaaaaaach, was ist das ? Das Kaninchen/Feldhase/Hund/Rindviech des Todes mit Appetit auf Tüpfelparma ?“-Momente gut.

Es gab die üblichen Diskussionen über die Bedeutung von grundlegenden Kommandos/Hilfen/Wünschen des ja technisch gesehen völlig hilflosen kleinen Reiterleins * auf dem 550-Kilo-Tüpfelfleischberg.

„Eaaasy“ – was ist das ?

Pferd glaubte mir erst nach drei-, viermaligem „eaaasy“, das dies tatsächlich bedeutet, das man einen Gang runterschalten möchte. Wenigstens konnte ich ihre Reaktionszeit auf der kurzen Dorfrunde verringern – angefangen haben wir mit drei bis vier easys, gegen Ende des Ausritts und zunehmender Tonfallveränderung von mir wurde das weniger. Mag auch daran gelegen haben, das mein Tonfall deutlich weniger zärtlich und säuselnd wurde und eher gen Richtung „Gunnery Sergeant Hartmann“ zu klingen begann. (und ja, wir haben es nicht drauf, den Zügel hier gänzlich aus dem Spiel zu lassen)

„Whoah“ – nein, das heißt nicht „für eine Sekunde anhalten und dann gleich weiterstürmen“, liebstes Pferd.
Wenn Frauchen Whoah sagt, dann heißt das Whoah-stop-dead-in-your-tracks und nicht „Waaaaas ? Waaaaaas ? Aber Zuhause ist doch da hinten und wir halten sonst auch immer erst zu Hause/Straßenkreuzungen/Passanten an, die so aussehen, als wären sie streichelwillig !“

Wir kamen zurück zum Stall und das Pferd wollte es erst nicht glauben – „wie, wir reiten am Anbindeplatz vorbei ? Nicht absatteln ? Weiterarbeiten ? Ja, Frauchen, geht`s noch ?“

Ach, meine Stimme kann sehr liebreizend und säuselnd werden, wenn ich a) grundentspannt bin und b) vom Pferd etwas will. Und da mich auf unserem WinterauslaufjetztmeinTrailreitplatz ohnehin keiner hört und ich fest davon überzeugt bin, das das Pferd in gewissen Maße deutsch versteht, erzählte ich ihr:

„Haselschnäuzelmausezähnchen, wir machen jetzt noch ein bißchen Dressurimitat, ja ? Nur ganz, ganz kurz, wenn Du lieb und artig bist, machen wir auch gleich Schluß und es gibt Leckerchen, Eiditei und Feierabend, versproooooochen !“

Sie glaubte mir.

Und war so brav, so bemüht und lieb – sie war auch etwas sehr langsam und sehr entspannt, aber egal. Für unsere Verhältnisse sind wir noch recht hübsch einige Runden getrabt und galoppiert, haben ein paar Stangen überritten (Gedankennotiz: ich muß noch ein paar mehr dazu kaufen) und haben uns, ganz im Wortsinn, ein bißchen locker gemacht. In Anlehnung an die Horsemanshipaufgabe vom letzten Turnier, die dank meiner Hibbeligkeit so schön in die Grütze ging, wollte ich es dann zum Schluß noch einmal wissen:

ich suchte mir einen Punkt auf dem Platz aus, galoppierte frisch in unserem Karnickelhoppelgalopp darauf zu…setzte mich kurz vor dem Erreichen des Punktes schwer in den Sattel, hob leicht die Zügel an und hauchte das magische Wort in die aufmerksamen Ohren des Pferdes:

„Whoah !“

550 Kilo Tüpfel standen. Wenn mich mein Pogefühl nicht getäuscht hat, sogar geschlossen. Ich gab die Hilfen zum Rückwärtsrichten – zack, zack, zack, eine Pferdelänge rückwärts und wieder:

„Whoah !“

550 Kilo Tüpfel standen.

Hätte ich einen besseren Moment zum Aufhören finden können ?

Rhetorische Frage, denn ich denke: nein, hätte ich nicht. Absteigen, loben, absatteln und dann das Pferd wieder auf die Weide – so, wie sie mich anguckte, war das wohl genau das, was sie im Sinn gehabt hatte. Bravsein, dann gibt die Alte schnell Ruhe. 🙂

Es sind immer nur so mäusefrühchenbabykleine Erfolge, im Vergleich zu den Leistungen anderer geradezu witzlos, die ich mit dem Pferd im Alltag für gewöhnlich habe. Trotzdem sind es diese winzigen Sternchenmomente, die für mich wunderschön sind, die mich fröhlich machen, gut gelaunt und mich wieder daran erinnern, das Reiten Spaß macht, kein Kampf und Krampf sein muß und, das gebe ich offen zu: das man es sich auch auf denkbar niedrigstem Niveau, ohne den ehrlichen Ehrgeiz, binnen kurzer Zeit die Ausbildungsskala in Gänze zu erklimmen, ganz kommod einrichten kann.

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* für etwaig mitlesende Laien: mal ehrlich, glaubt ihr, das es technisch möglich ist, mit Hilfe zweier Lederriemchen und einem bißchen Metall im Pferdemaul eine halbe Tonne Lebendgewicht mit Allhufantrieb zu irgendetwas zu ZWINGEN ? Well, think again. Man kann doch auch keinen ICE mit einer Euromünze auf der Schiene entgleisen lassen, nicht wahr ?

…aber die Gespräche im Hintergrund ! 🙂 Unbezahlbar. 🙂

Favourite quotes: „Ey Iceman, mach` keine Scheiße !“ bzw. „SCHNAUZE, HUND !“

Egofutter II

März 8, 2010

…man ist exakt so lange erleichtert, bis man den Fehler macht, andere Suchworte für Videos zu verwenden.

„world show“ z.B. – also, danach zu suchen war ein grober Fehler.

(nicht, das nun alles, was auf der World Show zu sehen ist, auch erstrebenswert in vollem Umfang wäre, aber trotzdem…)

(die Turnaroundbox ! *kreisch* So will ich sie auch mal reiten können.)

(das Setup ! *nochmalkreisch*)

(*kreisch* zum dritten Mal, einfach nur so)

Und wenn`s einem dann noch nicht schlecht genug geht und noch einige Restchen Selbstbewusstsein vorhanden sein sollten, dann guckt man sich als mittelalte Frau sowas an:

(also, wenn Kinder – dann bitte welche von dieser Sorte !)